Phönix 2018

Abfallwirtschaftspreis Phönix – Einfall statt Abfall 2018

Am 17. April 2018 wird der österreichweit ausgeschriebene Abfallwirtschaftspreis „Phönix – Einfall statt Abfall“ im Rahmen der Abfallwirtschaftstagung in Salzburg zum 15. Mal vergeben. Das Preisgeld für den Hauptpreis beträgt insgesamt 7.000 Euro.

Neben dem Hauptpreis werden 2 Sonderpreise in der Höhe von je 2.000 Euro vergeben:

Sonderpreis „Abfallvermeidung“ (mit Unterstützung der ARA AG)

Sonderpreis „Zukunft denken – junge Ideen für die Abfallwirtschaft“ (Altersgrenze für EinreicherInnen: 35 Jahre)

Mit diesem Preis werden praxistaugliche und/oder innovative bzw. kreative Lösungen und Konzepte von abfallwirtschaftlicher Relevanz ausgezeichnet, die zur Ressourcenschonung und zu einer nachhaltigen Entwicklung der Abfallwirtschaft beitragen.

Die Einreichungen unterliegen keiner thematischen Einschränkung, sie können z. B. aus den Gebieten der Technik, der Wissenschaft, der abfallwirtschaftlichen Praxis und auch der Öffentlichkeitsarbeit stammen. Beurteilungskriterien für alle eingereichten Projekte sind Praxistauglichkeit, Nachhaltigkeit und abfallwirtschaftliche Relevanz.

Die Teilnahme steht jedermann frei. Besonders angesprochen sind innovative Unternehmen aus Gewerbe, Industrie, Handel und Abfallwirtschaft (insbesondere Start-Up-Unternehmen), Verbände, Vereine, Körperschaften, Gemeinden, GestalterInnen von Kampagnen und Events (beispielsweise Agenturen), Universitätsinstitute sowie StudentInnen und AbsolventInnen von Universitäten und Fachhochschulen, aber auch Schulklassen mit Projektarbeiten und Privatpersonen.

Der „Phönix“ ist eine Initiative des Ministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus und des ÖWAV.

Einreichschluss: 16. Februar 2018

Unterstützt wird der „Phönix“ 2018 von der Altstoff Recycling Austria AG (ARA), der Kommunalkredit Public Consulting GmbH, der ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände, dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VÖEB), dem Österreichischen Gemeindebund, dem Österreichischen Städtebund, dem Fachverband Entsorgungs-und Ressourcenmanagement der WKO, den Ländern Niederösterreich, Steiermark und Wien - MA 48 und dem Magazin „Umweltschutz“ des Holzhausen-Verlags Wien.

 
 

Abfallwirtschaftspreis „Phönix“ 2018 geht an die Knauf AMF Deckensysteme GmbH

Am Dienstag, dem 17. April 2018, überreichte Generalsekretär DI Josef Plank den Abfallwirtschaftspreis „Phönix“ 2018 an die Knauf AMF Deckensysteme GmbH aus Ferndorf (Kärnten) für die Einreichung „Kalzinierung für ZERO WASTE“.

Bei der Herstellung von Holzwolle-Akustikplatten fielen pro Jahr rund 4.000 t an sortenreinem Abfall an. Dieser nicht gefährliche Abfall wurde seit jeher auf der konzerneigenen Massenabfalldeponie endgelagert. Aufgrund der großen Menge und der damit verbundenen Kosten wurde nach einer geeigneten Technologie geforscht, die Abfallmenge zu reduzieren oder sogar in den Produktionskreislauf rückzuführen.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurde ein Verfahren entwickelt, die Rückstände einer thermochemischen Behandlung unter Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe zu unterziehen. Das Verfahren basiert darauf, den Holzanteil der Holzwolle-Leichtbauplatten mittels optimierter Parameter thermisch zu behandeln, wobei der Holzanteil vollständig und energieautark ausbrennt, und der im Rückstand verbleibende kaustisch gebrannte Magnesit wieder als Bindemittel in den Herstellprozess rückgeführt wird.

Der Hauptpreis war mit 4.000 Euro dotiert.

 
 

Auf den 2. Platz (Preisgeld 2.000 Euro) kam die Einreichung „Anlage zur Rückgewinnung von Nichteisenmetallen aus Verbrennungsrückständen bei der thermischen Abfallverwertung“ von Andreas Hauser, Institut für Experimentalphysik der Technischen Universität Graz.

In der Abfallwirtschaft herrscht reges Interesse an Geräten zur Abtrennung nichtmagnetischer Metallteile aus Restmüll oder Schüttgut aus der Industrie mit hohen Anteilen an Kupfer oder Aluminium. Hier kommen meist herkömmliche Rüttler oder Wirbelstromabscheider zur Anwendung, die eine Abtrennung hinreichend großer Metallteile ermöglichen.

Die kritische Untergrenze für die Partikelgröße wird durch das neue Verfahren deutlich unterschritten. Es basiert ebenfalls auf dem Wirbelstromprinzip, ist jedoch für Materialströme mit Korngrößen im Millimeterbereich optimiert, und bietet die Möglichkeit einer nahezu vollständigen Rückgewinnung des Nichteisenmetallanteils aus Abfall. Eine österreichische Patentanmeldung steht kurz vor der Finalisierung, europaweiter Patentschutz wurde angemeldet.

 

Der 3. Platz und 1.000 Euro Preisgeld gingen an die NÖ Umweltverbände (St. Pölten) für deren Einreichung „APPetit Schulstunde“.

In einer von den NÖ Umweltverbänden und dem Land NÖ konzipierten Schulstunde für 14- bis 18-jährige werden den Jugendlichen die Bedeutung und die Auswirkungen von Lebensmittelverschwendung vermittelt. Die eigens dafür kreierte Web-APP „www.APPetit.cc“ bezieht zielgruppengerecht die neuen Medien mit ein. Am Smartphone ist die Web-APP ähnlich wie die „Millionenshow“ aufgebaut.

Die APPetit-Schulstunde zeigt, dass momentan mehr Ressourcen verbraucht werden, als eine nachhaltige Bewirtschaftung des Planeten zulässt. Dadurch wird den Jugendlichen vermittelt, dass in Zukunft Prozesse verändert werden müssen, um kommenden Generationen die gleichen Rahmenbedingungen und Chancen bieten zu können.

 

Zudem wurden heuer 2 Sonderpreise vergeben:

 

Die Einreichung „BauKarussell – Social Urban Mining“ des Projektkonsortiums BauKarussell (Wien) wurde mit dem Sonderpreis „Abfallvermeidung“ (2.000 Euro), gestiftet von der Altstoff Recycling Austria AG (ARA), ausgezeichnet.

BauKarussell ist das erste österreichische Projekt für verwertungsorientierten Rückbau im großen Maßstab. Das Konsortium (Caritas Wien, VHS Wien/DRZ, WUK, RepaNet, Romm Mischek ZT und pulswerk) kooperiert mit Bauherrn, um Re-Use-Bauprodukte zu gewinnen. Die sozialwirtschaftlichen Partner setzen ihre Arbeitskräfte ein, die damit an Qualifizierungsmaßnahmen und Jobtrainings teilnehmen und somit bessere Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt erhalten.

BauKarussell wurde bislang zu zwölf Planungen eingeladen und konnte bei zwei großen Rückbauobjekten in Wien (ehem. Coca-Cola-Gelände, ehem. Rechenzentrum der Stadt Wien) operativ tätig werden.

 

Der Sonderpreis „Zukunft denken – junge Ideen für die Abfallwirtschaft“ (2.000 Euro) ging an das Projektkonsortium „Plastic Reborn“ der Montanuniversität Leoben für das Projekt „Plastic Reborn – Nass-mechanische Aufbereitung von kunststoffhaltigen Abfallströmen“.

Auch in Ländern wie Österreich, die über hoch entwickelte und funktionierende abfallwirtschaftliche Systeme verfügen und in denen eine Deponierung von Kunststoffabfällen verboten ist, werden rund zwei Drittel der Kunststoffverpackungsabfälle thermisch und nur ein Drittel stofflich verwertet. Das Projekt „Plastic Reborn“ hat sich das Ziel gesetzt, Kunststoffabfälle, die sich bisher aufgrund ihrer Heterogenität einer stofflichen Verwertung entzogen haben (Rejekts aus der Papierindustrie, Deponiematerial, Ersatzbrennstoffe, gemischte Siedlungsabfälle etc.) durch ein neuartiges nass-mechanisches Aufbereitungsverfahren zugänglich zu machen. Das Verfahrenskonzept hat das Potenzial, die Recyclingquote der Kunststoffe erheblich zu erhöhen, um dem Gedanken einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft deutlich näher zu kommen.

 

Der „Phönix“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (Sektion V – Abfallwirtschaft, Chemiepolitik und Umwelttechnologie) gemeinsam mit dem ÖWAV.

Unterstützt wurde der „Phönix“ 2018 von der Altstoff Recycling Austria AG (ARA), der Kommunalkredit Public Consulting GmbH, der ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände, dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VÖEB), dem Österreichischen Gemeindebund, dem Österreichischen Städtebund, den Ländern Niederösterreich, Steiermark und Wien – MA 48 und dem Magazin „Umweltschutz“ des Holzhausen-Verlags Wien.


>> Fotoalbum "Phönix 2018"

>> Phönix-Veranstaltungsvideo auf YouTube

 


Einreichunterlagen

Der ZIP-Ordner enthält die Ausschreibungsunterlagen, das Einreichformular und das Personendatenblatt des "Phönix 2018

Einreichunterlagen Phönix 2018 (.zip, 290 kb)

Fotos von der "Phönix"-Verleihung 2018

 Fotos: ÖWAV/Scheinast.com

Platz 1: Knauf AMF Deckensysteme GmbH, vertreten durch DI Harald Oberscheider (weiters SC Christian Holzer, Johannes Laber (KPC), Vizepräs. Roland Wohlmuth (ARGE Abfallverbände), Generalsekr. Josef Plank (BMNT) und ÖWAV-Präs. Roland Hohenauer)

 

Platz 2: Technische Universität Graz, Institut für Experimentalphysik, vertreten durch Dr. Andreas Hauser (weiters Elisabeth Punesch (Land NÖ), Ingrid Winter (Land Stmk.), Generalsekr. Josef Plank (BMNT) und ÖWAV-Präs. Roland Hohenauer)

 
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Platz 3: Die NÖ Umweltverbände, vertreten durch Dr. Martina Kapfinger (weiters Generalsekr. Walter Leiss (Gemeindebund), Rainer Kronberger (MA 48), Generalsekr. Josef Plank (BMNT), ÖWAV-Präs. Roland Hohenauer und GF Christian Beck (NÖ Umweltverbände))

 

Sonderpreis „Abfallvermeidung“: Projektkonsortium BauKarussell, vertreten durch DI Markus Meissner (weiters Christoph Scharff (ARA AG), Generalsekr. Josef Plank (BMNT) und ÖWAV-Präs. Roland Hohenauer)

 
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Sonderpreis „Zukunft denken“: Montanuniversität Leoben, Projektkonsortium „Plastic Reborn“, vertreten durch DI Lukas Kranzinger (weiters VÖEB-Präs. Hans Roth, FV-Vorst. Helmut Ogulin (FV Entsorgungs- und Ressourcenmanagement der WKO), ÖWAV-Präs. Roland Hohenauer und Generalsekr. Josef Plank (BMNT))

 

Gruppenbild aller PreisträgerInnen mit VertreterInnen von Trägern und Sponsoren

 
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Die Träger des „Phönix“ 2018

ÖWAV
 
BMLFUW
 

Die Sponsoren des „Phönix“ 2018

Altstoff Recycling Austria AG
 
Magazin "Umweltschutz"
 
ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände
 
Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe
 
Kommunalkredit Public Consulting GmbH
 
Österreichischer Gemeindebund
 
Land Niederösterreich
 
Land Steiermark
 
Land Niederösterreich
 
Österreichischer Gemeindebund
 
Österreichischer Städtebund
 

Phönix-Koordination

Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV)
Mag. Fritz Randl
Tel. +43-1-535 57 20-86
randl@oewav.at
 
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