28.04.16
Forderungspapier Siedlungswasserwirtschaft unterzeichnet

Um die Fortführung einer dem Bedarf entsprechenden Dotierung der Bundesförderung zur Finanzierung der Siedlungswasserwirtschaft einzufordern und insbesondere auf die Herausforderungen einer dauerhaften Erhaltung der siedlungswasserwirtschaftlichen Infrastruktur hinzuweisen, erstellten die Verantwortlichen und Partner der Siedlungswasserwirtschaft in Österreich ein gemeinsames Forderungspapier mit dem Titel „Forderungen zur Finanzierung der österreichischen Siedlungswasserwirtschaft“, unterzeichnet vom Österreichischen Städtebund, dem Österreichischen Gemeindebund, der Wirtschaftskammer Österreich, der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten, der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach und dem Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV).

Ausgangssituation – Problemstellung

Seit 1960 wurden in Österreich über € 58 Mrd. in die erstmalige Errichtung und den Ausbau der öffentlichen Wasserversorgungsanlagen und der Abwasserentsorgungsanlagen investiert. Neben dem Gesundheits- und Umwelteffekt wurden dadurch tausende Arbeitsplätze geschaffen, allein im Jahr 2015 mehr als 7.000. Dadurch wurde zwar in diesem Sektor schon sehr viel erreicht, dennoch besteht auch künftig dringender Handlungsbedarf.

Folgende Herausforderungen stellen sich in den nächsten Jahren:

• Dauerhafte Sicherstellung der Funktion durch Sanierung:
Ziel: Erhöhung der Sanierungs- und Reinvestitionsraten zur Sicherung der hohen Qualität der Ver- und Entsorgung.
• Ersterschließung bei Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung:
Ziel: Fertigstellung der Ersterschließung vor allem im ländlichen Bereich; Adaptierung der Infrastruktur infolge des demografischen Wandels.
• Anpassungen an den Klimawandel und die längeren Trockenphasen:
Ziel: Stärkung der Infrastruktur vor allem im Bereich der Trinkwasserversorgung.

Forderungen

Die Verantwortlichen und Partner der Siedlungswasserwirtschaft sprechen sich deswegen im Forderungspapier für die Jahre 2017 und 2018 für einen Zusagerahmen von zumindest jeweils € 150 Mio. und für die Folge jeweils € 120 Mio. aus. Dieser Bedarf lässt sich eindeutig aus der Investitionskostenerhebung Siedlungswasserwirtschaft ableiten (Investitionsbedarf: € 5,5 Mrd. bis 2021).

Das neue Fördersystem zur Erneuerung und Sanierung der wasserbaulichen Infrastruktur würde nicht nur eine flächendeckende Ver- und Entsorgung zu sozial verträglichen Gebühren, sondern durch Investitionen in die Bauwirtschaft auch eine entsprechende Wertschöpfung und die Sicherung von Arbeitsplätzen bewirken.

„Eine funktionierende Siedlungswasserwirtschaft ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine ständige Herausforderung!“

Abschließend möchte sich der ÖWAV bei allen mittragenden Organisationen für die gute Zusammenarbeit bedanken und ersucht die politischen EntscheidungsträgerInnen um ihre Unterstützung zur Sicherstellung des guten Standards der Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und somit des Gewässerschutzes in Österreich.

> Download Forderungspapier


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