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21.05.26

Frühjahr 2026: Trockenheit verschärft Lage der Wasserressourcen

Das Frühjahr 2026 hat eindrücklich gezeigt, wie angespannt die Situation unserer Wasserressourcen bereits ist: Im April fiel österreichweit nur rund ein Drittel des langjährigen mittleren Monatsniederschlags. An etwa 70 % der Grundwassermessstellen wurden unterdurchschnittliche Pegel festgestellt. Dies geht aus dem aktuellen Monatsbericht zum Wasserhaushalt des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft hervor. 
 
Eine kurzfristige Entspannung ist nicht in Sicht – Prognosen zufolge wird sich die angespannte Grundwassersituation vorerst nicht wesentlich verbessern. Trockenheit, sinkende Niederschläge und ein steigender Bewässerungsbedarf prägen daher aktuell die Diskussion in ganz Österreich. 
 
Auch der kürzlich veröffentlichte Klimastatusbericht 2025, erstellt vom Climate Change Centre Austria (CCCA) in Zusammenarbeit mit der GeoSphere Austria und der BOKU University, verdeutlicht die langfristigen Entwicklungen: Der Klimawandel beeinflusst zunehmend sowohl die Verfügbarkeit als auch die Qualität unseres Grundwassers. Steigende Temperaturen, höhere Verdunstungsraten, geringere Schneemengen, veränderte Niederschlagsmuster sowie häufigere Extremwetterereignisse führen dazu, dass weniger Wasser in tiefere Bodenschichten versickert und somit weniger Grundwasser neu gebildet wird. 
 
Gleichzeitig steigt der Wasserbedarf kontinuierlich – sei es in der Trinkwasserversorgung, in Ökosystemen, in der Land- und Forstwirtschaft, in der Industrie oder in der Energieproduktion. Diese gegenläufigen Entwicklungen stellen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor erhebliche Herausforderungen. 
 
Auch der ÖWAV bringt sich aktiv in die aktuelle Diskussion ein: Geschäftsführer Daniel Resch war am 12. Mai im Interview bei Puls 24 zu Gast und sprach über die wachsenden Herausforderungen im Umgang mit Wasserressourcen sowie die zentrale Bedeutung eines nachhaltigen Wassermanagements. Bereits am 7. Mai thematisierte er im Gespräch mit Der Standard unter dem Titel „Knappes Wasser als heißes Eisen“ die zunehmende Brisanz der Situation. 
 
Eines ist klar: Um die Wasserversorgung auch in Zukunft sicherzustellen, braucht es entschlossenes Handeln bereits heute. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen zur Förderung des Wasserrückhalts und der Grundwasserneubildung, die Renaturierung von Flüssen und Auen, die Verbesserung der Gewässerökologie sowie ein wirksamer Hochwasserschutz. Ebenso zentral sind eine effiziente Bewässerung, die laufende Instandhaltung der Trink- und Abwasserinfrastruktur sowie der Aufbau eines österreichweiten Wasserentnahmeregisters. 
 
Nur durch ein ganzheitliches und nachhaltiges Wassermanagement kann es gelingen, die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen und die Ressource Wasser langfristig zu sichern. 
 
 
 
 
 
Titelbild: GF Daniel Resch im Live-Interview in Puls24 zum Thema Trockenheit (Screenshot)
 
 

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