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22.06.26

ÖWAV-Stellungnahme zu „den wichtigen Wasserbewirtschaftungsfragen“

Am 22. Juni 2026 endete die Frist, zur BMLUK-Publikation „Die Zukunft unserer Gewässer - Wichtige Wasserbewirtschaftungsfragen 2025“ Stellung zu nehmen. Der ÖWAV-Arbeitsausschuss „EU-Wasserrahmenrichtlinie - Flussraumentwicklung“ hat diese Möglichkeit durch die fristgerechte Abgabe seiner Vorschläge genützt. 

Der Arbeitsausschuss befasst sich mit der integrativen Entwicklung von Gewässerräumen im Spannungsfeld von Wasserwirtschaft, Naturschutz, Landnutzung und anderen gesellschaftlichen Anforderungen. Ziel ist es, fachliche Grundlagen und praxisnahe Lösungsansätze zu erarbeiten, die eine nachhaltige und wirksame Umsetzung wasserwirtschaftlicher und ökologischer Ziele unterstützen. Aufbauend auf der ÖWAV „Wasservision 2100“ steht dabei insbesondere die langfristige Sicherung intakter Gewässerökosysteme als Grundlage für Lebensqualität, Klimaanpassung und nachhaltige Nutzung im Fokus. 

Der Ausschuss versteht Flussräume als zentrale Schnittstellen im Landschaftssystem, in denen sich wasserwirtschaftliche, ökologische und raumbezogene Fragestellungen treffen und überlagern. Entsprechend liegt ein Schwerpunkt auf der Entwicklung integrativer Ansätze, die sektorale Perspektiven zusammenführen und in räumlich differenzierte, umsetzungsorientierte Planungsgrundlagen überführen. Zu folgenden Punkte wurden zentrale Handlungsfelder aus Sicht der Flussraumentwicklung und zur Weiterentwicklung der strategischen Gewässerplanung und -bewirtschaftung formuliert: 
  1. Von Zielkonflikten zur räumlichen Steuerung 
  2. Renaturierung und Konnektivität als funktionale Infrastruktur 
  3. Flächenverfügbarkeit als strategischer Schlüsselfaktor 
  4. Zielkonflikte zwischen Gewässer- und Naturschutz abbauen 
  5. Klimaschutz, Naturschutz und Gewässerschutz müssen Hand in Hand gehe 
  6. Stärkere Integration von terrestrischen und aquatischen Systemen im Flussraum 
  7. Integrative Projekte für gemeinsame Lösungen stärken 
  8. Forschung und Innovation als Grundlage wirksamer Maßnahmen 
  9. Bewusstseinsbildung als Erfolgsfaktor 
  10. Strategische Koordination stärken 
  11. Personelle Ressourcen und Finanzierung sichern 

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