Benchmarking bedeutet, zentrale betriebliche Abläufe (Prozesse und Verfahren) genau zu betrachten, mit jenen anderer Anlagen zu vergleichen und daraus gezielte Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten.
Im Rahmen des ÖWAV-Kläranlagen-Benchmarkings werden auf Basis der individuellen Kosten sowie technischer Leistungsdaten von Kläranlagen individuelle Leistungskennzahlen der Anlagen errechnet, die Optimierungspotenziale sichtbar machen.
Die Anlagen profitieren dabei nicht nur von fundierten Auswertungen, sondern auch von einer individuellen Betreuung vor Ort sowie vom fachlichen Austausch in Workshops.
Öffentlicher Bericht - veröffentlicht
Die Ergebnisse des letzten Abwasser-Benchmarking-Jahres 2025 (Daten des Geschäftsjahres 2024) wurden in einem Öffentlichen Bericht zusammengefasst und bietet einen guten Überblick.
Das Benchmarking fokussiert sich auf die Betrachtung von vier wesentliche Hauptprozessen:
- Zulaufpumpwerk und mechanische Vorreinigung
- mechanisch-biologische Abwasserreinigung
- Schlammeindickung und Stabilisierung
- weitergehende Schlammbehandlung
Ergänzt werden diese, durch zwei Hilfsprozessen:
- Hilfsprozess I: obligatorischen Hilfsprozesse der Kläranlage (Labor, Verwaltung und Betriebsgelände/-gebäude und sonstige Infrastruktur)
- Hilfsprozess II: fakultativen Hilfsprozesse (Werkstätte und Fuhrpark)
Neben technischen Kennzahlen werden auch betriebswirtschaftliche Daten erhoben.
Die Auswertungen der letzten zehn Jahre zeigen beispielsweise, dass die Personalkosten mit rund 36 % einen besonders hohen Anteil an den gesamten Betriebskosten ausmachen.
Anmeldung zur Teilnahme 2026 - Untersuchungsjahr 2025
Auch heuer wird wieder das ÖWAV-Kläranlagen-Benchmarking angeboten.
Eine Anmeldung zur Teilnahme am Benchmarking für das Untersuchungsjahr 2025 ist ab sofort auf der ÖWAV-Internetplattform www.abwasserbenchmarking.at möglich.
Austausch und Weiterentwicklung – Jährliche Sitzung des AA Abwasser-Benchmarking
Am 10. März 2026 kamen Vertreterinnen des Projektteams (k2w Ingenieurbüro kaltesklareswasser, Quantum GmbH, TU Wien – IWR, BOKU – SIG) – gemeinsam mit Vertreter:innen der Länder und des Bundes, sowie der Förderstellen beim ÖWAV zusammen.
Im Mittelpunkt stand die Reflexion des vergangene Jahres ÖWAV-Kläranlagen-Benchmarking sowie ein Austausch über aktuelle Entwicklungen und zukünftige Themen.