Am 11. und 12. Juni 2026 wurde in Salzburg der 31. Nachbarschaftstag der ÖWAV Sonder-Nachbarschaft „Große Kanalisationsbetriebe“ abgehalten. Auf Einladung des RHV Großraum Salzburg Stadt und Umlandgemeinden gab es neben dem Vortragsprogramm auch ausreichend Zeit für Erfahrungsaustausch unter den rund 40 Teilnehmern. Die fachliche Leitung der Veranstaltung übernahm wie bereits in den vergangenen Jahren Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Krampe, Technische Universität Wien.
Thematische Schwerpunkte der Veranstaltung bildeten sowohl Klärschlammbehandlung und Phosphorrecycling, als auch die neue Kommunale Abwasserrichtlinie. In einem Vortrag der TU Wien wurden beispielsweise Überlegungen zum Einsatz von Ozon für die vierte Reinigungsstufe präsentiert, das eine zentrale Technologie zur Entfernung organischer Spurenstoffe (z. B. Medikamentenrückstände) darstellt. Ziel ist eine Reduktion von mindestens 80 % relevanter Substanzen. Ozon wirkt dabei als starkes Oxidationsmittel, das Schadstoffe chemisch verändert. Da dabei auch Nebenprodukte entstehen können, ist eine nachgeschaltete Behandlung (z. B. Sand- oder Aktivkohlefilter) erforderlich. Effektiv sind dabei kombinierte „Multibarrieren-Systeme“, die verschiedene Verfahren verbinden und eine höhere Reinigungsleistung sowie Betriebssicherheit bieten.
Darüber hinaus gab es auch wieder Zeit für den Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern, wo spontan Themen von den Anwesenden eingebracht werden können.
Der ÖWAV möchte sich auf diesem Wege bei allen Beteiligten, insbesondere beim RHV Großraum Salzburg Stadt und Umlandgemeinden und dem fachlichen Leiter, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Krampe, aber auch bei allen anderen Mitwirkenden und Teilnehmern für das gute Gelingen der Veranstaltung herzlich bedanken.