Im September 2026 fanden die Umweltrechtstage zum 30. Mal in Linz statt. Die von Ferdinand Kerschner ins Leben gerufene Tagung wird seit ihrer Gründung im Jahr 1996 vom Institut für Umweltrecht der Johannes Kepler Universität Linz gemeinsam mit dem ÖWAV veranstaltet. Sie steht damit nicht nur für drei Jahrzehnte fachlicher Auseinandersetzung mit aktuellen Umweltrechtsfragen, sondern auch für 30 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit.
Die erste Veranstaltung stand damals unter dem Generalthema „Anlagengenehmigungsverfahren. Quo vadis? Stand und Entwicklungen“. Seither haben sich die Umweltrechtstage zu einem bedeutenden rechtspolitischen Forum entwickelt und gehören zu den wichtigsten Plattformen für den Austausch über aktuelle Entwicklungen im Umweltrecht.
Das Jubiläum wurde im Anschluss an den ersten Veranstaltungstag im Klosterhof gefeiert. Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Erika M. Wagner, Leiterin des Instituts für Umweltrecht, bedankte sich beim ÖWAV für die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit. Als Zeichen der Wertschätzung überreichte sie dem ÖWAV-Team eine Urkunde und Linzertorten.
Auch der ÖWAV nutzte den Anlass, um seinen Dank auszusprechen: Erika M. Wagner, Ferdinand Kerschner, Wilhelm Bergthaler und Daniel Ennöckl haben die Umweltrechtstage über viele Jahre hinweg begleitet und geprägt. Ein Dank geht auch an Rainer Weiß für seine jahrelange, tatkräftige Unterstützung.
Für einen besonderen Impuls sorgte Festredner Tarek Leitner. In seinem Vortrag sprach er über die Bedeutung von Schönheit in unserer Umgebung sowie darüber, wie wichtig es ist, unseren Umgang mit Ressourcen zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Umwelt- und Technikrechtspreise 2026 für herausragende wissenschaftliche Leistungen.
Ausgezeichnet wurden:
Hauptpreis
Franziska Johanna Albrecht für ihre Dissertation „Rechtlicher Schutz der Biodiversität vor den Auswirkungen des Klimawandels“
Förderpreise
Jörg Wochagg für seine Dissertation „Agri-PV im Spannungsfeld kollektiver und individueller Nutzungsinteressen – eine rechtliche Analyse“
Gregor Aichinger für seine Dissertation „Second Life: Die Umnutzung von Batterien aus Elektrofahrzeugen – eine auf inter- bzw. transdisziplinärer Forschung basierende Analyse der Batterien-VO mit besonderem produkt- und abfallwirtschaftsrechtlichen Fokus“
Bei gutem Essen und zahlreichen Gesprächen klang der Jubiläumsabend in festlicher Atmosphäre aus. Damit wurde nicht nur auf 30 Jahre Umweltrechtstage zurückgeblickt, sondern auch die Bedeutung dieses Forums für die zukünftige Entwicklung des Umweltrechts hervorgehoben.
Im Bild: Erika Wagner, Ferdinand Kerschner, Martin Niederhuber, Wilhelm Bergthaler, Rainer Weiß und Daniel Resch beim 30 Jahr Jubiläum