19.09.18
Wien ist Zentrum der europäischen Kreislaufwirtschaft

Hochkarätig besetzte Veranstaltung am 20. September in Wien: Im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft und anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) diskutieren mehr als 400 internationale ExpertInnen aus 40 Ländern die Zukunft der Kreislaufwirtschaft. Unter dem Titel „Bringing the Action Plan to life: Towards a fact based circular economy“ setzen die Veranstalter auf regen Informations- und Wissensaustausch – denn die Herausforderungen sind groß. 

Kreislaufwirtschaft: Hohe Ziele für Europa

Das Kreislaufwirtschaftspaket, das die Europäische Union im Mai verabschiedet hat, setzt hohe Ziele für Recycling – Wirtschaft, Politik und die Zivilgesellschaft sind gefordert. Österreich hat die meisten dieser Ziele für 2025 schon heute erreicht und verzeichnet im europäischen Vergleich Spitzenwerte bei Sammel- und Recyclingquoten. Aber: Es gibt noch viel zu tun, vor allem im Bereich Kunststoffe und Kunststoffverpackungen muss rasch gehandelt werden. 

Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus: „Österreich nutzt die Ratspräsidentschaft für die Abstimmung zukunftssicherer Maßnahmen mit allen Mitgliedsstaaten. Der Kongress unterstreicht unser klares Bekenntnis zur Kreislaufwirtschaft – wir wollen und werden alle damit verbundenen Herausforderungen annehmen, um weiter wesentlich zur Ressourceneffizienz und zum Klimaschutz beizutragen. Der erfolgreichen Arbeit der ARA ist es zu verdanken, dass Österreich heute im Bereich Verpackungsrecycling im europäischen Vergleich eine Spitzenposition hält."

Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft sind gefordert

Die Konferenz stellt den EU Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft in Europa in den Mittelpunkt: Der Aktionsplan der Europäischen Kommission listet dabei 54 Arbeitsfelder auf - entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Produktdesign über Rohstoffbedingungen bis hin zum Recycling. Oberstes Ziel ist die ressourcenschonende und recyclinggerechte Gestaltung von Produkten und Prozessen bei gleichzeitiger massiver Steigerung des Einsatzes von Recyclingrohstoffen. Kurz: Europa muss seinen ökologischen Fußabdruck minimieren, um den Wirtschafts- und Industriestandort erfolgreich zu halten.  

Manfred Assmann, Geschäftsführer ÖWAV: „Die hohe Kompetenz der österreichischen Abfallwirtschaft in Wissenschaft und Praxis bildet die hervorragende Basis für diesen internationalen Kongress. Gemeinsam mit unseren langjährigen Partnern BMNT und ARA sind wir stolz darauf, österreichisches Umweltschutz- und Abfallwirtschafts-Know how als „Exportschlager“ in andere europäische Länder zu tragen. Wir freuen uns über den regen Zuspruch und das internationale Interesse an diesem Kongress!“

Wie sieht die Zukunft der Kreislaufwirtschaft aus?

Die internationalen ExpertInnen werden im Rahmen ihrer Vorträge aktuelle Ergebnisse aus der Forschung präsentieren und die für eine ressourceneffiziente Wirtschaft notwendigen Veränderungen in den Unternehmen diskutieren. „Kreislaufwirtschaft ist mindestens ebenso ein Thema der Rohstoff- und Wirtschaftspolitik wie des Umwelt- und Klimaschutzes. Dank der massiven Initiative der Europäischen Union ist das Thema bei den führenden Unternehmen und in der Politik angekommen. Wir wollen mit der Konferenz und dem „Fact Book for a Circular Economy“ zu einer faktenbasierten Auseinandersetzung und zu konkreten Schritten in der Transformation zur Kreislaufwirtschaft vorwärts beitragen. Das erfordert enorme Investitionen in Forschung und Innovation. Mit dem ARA Innovation Space und unserem ARA Circular Design gehen wir bereits diesen Weg und wollen Verpackungen möglichst recyclingfreundlich gestalten. Wir sind stolz, dass wir diesen Kongress gemeinsam mit unseren Partnern zum richtigen Zeitpunkt nach Wien holen konnten: Die Zukunft der Kreislaufwirtschaft hat längst begonnen,“ erläutert ARA Vorstand Christoph Scharff als Mitgestalter und -organisator abschließend. 

Über die Veranstaltung

Der Kongress „Bringing the Action Plan to life: Towards a fact based circular economy“ findet am 20. September 2018 in Wien (Erste Campus) statt. Die Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, dem ÖWAV und der ARA AG organisiert und gestaltet. Infos zum Programm und allen Vortragenden unter: www.circulareconomy-vienna2018.eu

Über die ARA

Seit 25 Jahren agiert die ARA als eine treibende Kraft der österreichischen Abfallwirtschaft. Ursprünglich ein Sammel- und Verwertungssystem, hat sie sich kontinuierlich zum Recyclingexperten, zum Innovationstreiber im Ressourcenmanagement und zum bevorzugten Servicepartner für maßge-schneiderte Entsorgungslösungen und Kreislaufwirtschaft weiterentwickelt. Sie gilt damit heute als internationales Vorbild. Die ARA besteht aus der ARA AG und ihren Tochterunternehmen ARAplus GmbH, ARES GmbH, Austria Glas Recycling GmbH, DiGiDO GmbH, ERA GmbH, LogMan GmbH und NetMan GmbH. 

Die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) ist in Österreich Marktführer unter den Sammel- und Verwertungssystemen für Verpackungen. Sie organisiert die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen flächendeckend in ganz Österreich. Die ARA steht im Eigentum heimischer Unternehmen und agiert als Non-Profit Unternehmen nicht gewinnorientiert. Für die Sammlung von Verpackungsabfällen aus Papier, Kunststoff, Metall und Glas stellt die ARA den Konsumentinnen und Konsumenten rd. 1,8 Millionen Sammelbehälter zur Verfügung. Zusätzlich sind 1,6 Millionen Haushalte an die Sammlung mit dem Gelben Sack angeschlossen. 2017 sammelten die österreichischen Haushalte 1,077 Millionen Tonnen Verpackungen und Altpapier.

Über den ÖWAV

Der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) vertritt seit 1909 die Gesamtheit der Wasser- und Abfallwirtschaft in Österreich. Als gemeinnütziger Verein setzt er sich für die Erreichung der nachhaltigen Ziele der Wasser-, Abwasser- und Abfallwirtschaft auf nationaler und internationaler Ebene ein. 

Seinen über 3.000 Mitgliedsorganisationen bietet der ÖWAV ein Branchennetzwerk, eine neutrale und unabhängige Plattform aller FachexpertInnen und beteiligten Berufsgruppen sowie aktuelle Informationen und den Interessenausgleich in der nationalen Wasser-, Abwasser- und Abfallwirtschaft.

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Mag. Sandra Holzinger
Altstoff Recycling Austria AG
Tel.: 01.599 97-300
E-Mail: sandra.holzinger@ara.at 

 


Zurück

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Neptun Wasserpreis: WasserKREATIV-Sonderauszeichnung verliehen

In Zwettl wurde erstmals die Neptun-Sonderauszeichnung "WasserKREATIV im Waldviertel” vergeben. Preisträgerin ist die niederösterreichische Künstlerin Eva-Maria Raab mit ihrem Werk "Wellenanalyse".

 

Arbeitsbehelf zur VRV veröffentlicht

Der ÖWAV-Arbeitsausschuss „VRV in der Abwasser-, Abfall- und Schutzwasserwirtschaft“ hat unter der Leitung von ÖWAV-Vizepräsidentin GF Mag. Maria Bogensberger den ÖWAV-Arbeitsbehelf 61 „VRV in der Abwasser-, Abfall- und Schutzwasserwirtschaft“ erarbeitet. Am 1. Dezember 2018 wurde der Arbeitsbehelf 61 veröffentlicht.


Seminar "Abfallrecht für die Praxis"

Das diesjährige Seminar „Abfallrecht für die Praxis“, welches in Kooperation mit dem BMNT und Niederhuber & Partner Rechtsanwälte GmbH durchgeführt wurde, fand traditionell im Festsaal des Bundesamtgebäudes statt und wurde von mehr als 170 TeilnehmerInnen besucht.


Informationen zu Cookies auf ÖWAV-Seite: Diese Seite verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Impressum
Kontakt