Am 15. April 2026 fand im Twelve Conference Center Wien das ÖWAV-Seminar „Klimawandel in der Wasserwirtschaft“ mit rund 130 Teilnehmenden statt. Bereits zum siebten Mal brachte die Veranstaltung Expert:innen zusammen, um aktuelle Erkenntnisse der Klimaforschung sowie deren Auswirkungen auf Gewässer und Wasserbewirtschaftung zu diskutieren.
Nach der Begrüßung durch ÖWAV-Präsident Martin Niederhuber und Ehrenpräsident Johann Wiedner wurde Günter Blöschl (Technische Universität Wien) für seine langjährigen Verdienste um den Verband mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. In seinem Beitrag betonte er, dass sich die Auswirkungen des Klimawandels mittlerweile in allen Messdaten des Wasserkreislaufs nachweisen lassen – etwa durch zunehmende Starkregenereignisse mit steigenden Risiken für lokale Überflutungen.
Österreich ist vom Klimawandel besonders betroffen: Seit 1900 ist die Durchschnittstemperatur um rund 3,1 °C gestiegen – mehr als doppelt so stark wie im globalen Mittel. Die Folgen zeigen sich u. a. in häufigeren Hitzewellen, dem Rückgang der Gletscher sowie veränderten Wasserverfügbarkeiten.
Inhaltlich spannte das Seminar den Bogen von aktuellen Studien der Klimaforschung über hydrologische Auswirkungen bis hin zu konkreten Folgen für Flüsse, Seen und Grundwasser. Im Fokus standen dabei integrierte Lösungsansätze – von vorsorgendem Hochwasserschutz und blau-grüner Infrastruktur über den Schutz des Grundwassers bis hin zu nachhaltiger Wassernutzung und Nature-based Solutions.
Ein zentrales Fazit: Die Anpassung an den Klimawandel erfordert langfristiges Denken, wissenschaftsbasierte Planung und eine enge Zusammenarbeit aller Akteur:innen. Das Seminar bot dafür eine wichtige Plattform für Wissenstransfer und fachlichen Austausch.
Der ÖWAV bedankt sich bei allen Vortragenden und Teilnehmenden.