21.01.26

DWA-M 575: Sedimentdurchgängigkeit an Querbauwerken

Die große Zahl an Querbauwerken, die in den vergangenen Jahrhunderten in den Fließgewässern Mitteleuropas errichtet wurden, haben einen bedeutenden Anteil an der heute tiefgreifenden Störung der natürlichen Sedimentdynamik mit Konsequenzen für die Gewässermorphologie und Gewässergüte samt negativen Auswirkungen auf das Ökosystem und wiederum die anthropogenen Gewässernutzungen. Das Fehlen veröffentlichter Grundlagen und Regeln für die Planung, Durchführung und Überwachung von Maßnahmen zur Verbesserung der Sedimentdurchgängigkeit an Querbauwerken war der Anlass zum Erstellen des vorliegenden Merkblatts, unter maßgeblicher Beteilung und Input der österreichischen Experten Stefan Haun von der TU Graz (stellv. Sprecher), Gabriele Harb von VHP, Sarah Höfler von blattfisch, Wels sowie Helmut Habersack und Christoph Hauer von der BOKU, die beide beim ÖWAV-Seminar “Geschiebe in Fließgewässern” am 3.2.2026 an der UIBK, Innsbruck vortragen.

Das Merkblatt DWA-M 575 stellt eine Handreichung für die Praxis dar, mit deren Hilfe ein Verständnis der komplexen Problematik erzielt werden soll und Maßnahmen zur Verbesserung der Sedimentdurchgängigkeit an Querbauwerken konkret geplant, beurteilt, umgesetzt und evaluiert werden können. Ziel des Merkblatts ist es, an der Verbesserung der Fließgewässerökosysteme und der nachhaltigeren Ausgestaltung der Nutzungen im Gewässer und des direkten Umfelds (zum Beispiel in den Auen) mitzuwirken. Mit der Anwendung des Merkblatts sind somit vor allem auch mittel- bis langfristig gesehen positive Kosten- und Umweltauswirkungen verbunden.


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