16.11.17
Kommunale Abfallwirtschaft

Am 7. November 2017 veranstaltete der ÖWAV gemeinsam mit dem Land Niederösterreich das Seminar „Kommunale Abfallwirtschaft – Von der Praxis für die Praxis“ in St.Pölten. 
 

Sektionschef Christian Holzer und Präsident LAbg. Bgm. Anton Kasser eröffneten vor über 100 interessierten SeminarteilnehmerInnen die Veranstaltung im Panoramasaal der HYPO-NÖ Landesbank und verwiesen einleitend auf die tolle Performance der österreichischen Abfallwirtschaft, die nicht zuletzt auch auf den Einsatz der Kommunen, Verbände und die Leistungen der Abfallberatung zurückzuführen ist. 
 

Der Vormittag stand ganz im Zeichen neuer organisatorischer und rechtlicher Ausrichtungen. Während über die Herausforderungen und Erkenntnisse einer „Re-Kommunalisierung“ der Abfallwirtschaft in Bayern informiert wurde, konnte seitens des BMLFUW aus erster Hand über den aktuellen Stand der Diskussionen zu den Richtlinienänderungen auf EU-Ebene (u.a. Recyclingquoten und Definition von Siedlungsabfällen) informiert werden. Interessant waren zudem die Einblicke in die Änderungen des Landesabfallwirtschaftsgesetzes in NÖ, welche im Juni 2017 kundgemacht wurden, und Erklärungen zu den Vorgaben der VRV 2015, welche für Voranschläge und Rechnungsabschlüsse der Länder und Gemeinden mit über 10.000 EinwohnerInnen ab dem Finanzjahr 2019 umzusetzen sind.
 

Am Nachmittag berichteten die Vortragenden über ihre Erfahrungen und die aktuellen Entwicklungen bei der Errichtung und Umstrukturierung (Zusammenlegung) von modern ausgestatteten Altstoffsammelzentren. In diesem Zusammenhang konnten auch Details zur Sammlung und Lagerung von Lithium-Ionen-Batterien aus der Praxis vermittelt werden. Ergänzend wurde über die schrittweise Entwicklung zum vollelektronischen Begleitschein informiert. 
 

Abschließend standen noch Initiativen zur Verbesserung der Trennmoral der BürgerInnen in größeren Wohnanlagen zur Diskussion – der Fokus lag dabei vor allem auf Störstoffe in den Biotonnen. Darüber hinaus wurden die Strategien des Handels hinsichtlich des Einsatzes von Service-, Um- und Transportverpackungen zur Diskussion gestellt, wobei hier der Einsatz von Biokunststoffen und in diesem Zusammenhang auch die laufende Initiative des KBVÖ hinsichtlich einer „Bio-Kreislauf-Sackerl“-Pflicht für alle Einweg-Tragehilfen angesprochen wurde.
 

 

Das Programm und die Präsentationen der Veranstaltung können Sie hier downloaden:
 


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