30.01.18
Versickerung von Niederschlagswässern
An der Veranstaltungsreihe „Versickerung von Niederschlagswässern“ nahmen bis dato insgesamt über 700 Personen teil; auch die Veranstaltung in Salzburg am 24.1.2018 war mit 116 TeilnehmerInnen sehr gut besucht. Die Begrüßung erfolgte durch den Abteilungsleiter HR Friedrich MAIR vom Amt der Salzburger Landesregierung, zugleich auch Vorstandsmitglied im ÖWAV. 

Im Fokus der Veranstaltung, welche in Kooperation mit dem Amt der Salzburger Landesregierung abgehalten wurde, stand die Vorstellung des ÖWAV-Regelblattes 45 „Oberflächenentwässerung durch Versickerung in den Untergrund“ sowie aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen im Bereich der Versickerung von Niederschlagswässern. 

Der Grundwasserschutz hat in Österreich seit jeher einen hohen Stellenwert. Gefährdungen sollen – unter Einhaltung der wasserwirtschaftlichen Grundsätze – verhindert bzw. minimiert werden und damit die künftige Grundwassernutzung, v.a. als Trinkwasser, gewährleistet werden. Die Versickerung von Niederschlagswässern ist aber nicht nur eine Frage der Wasserwirtschaft, sondern v.a. auch der Raumordnung und des Baurechts. Das Regelblatt 45 stützt sich primär auf die Forderungen des Wasserrechtsgesetzes und die QZV Chemie Grundwasser und sollte daher gerade bei Bauverfahren zur Anwendung kommen. 

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf den technischen Filtersystemen, deren Einsatzmöglichkeit als „Bodenpassage“ im Sinne der QZV Chemie Grundwasser durch eine erwartete Novelle im Jahr 2018 nun endgültig klargestellt werden soll. Die Anforderungen an diese Filtermaterialien werden in der ÖNORM B 2506-3 entsprechend geregelt. Zahlreiche Aussteller wiesen im Rahmen der Veranstaltung auf die Möglichkeiten neuer technischer Filtermedien hin.

Des Weitern stand die Frage einer wasserrechtlichen Bewilligungspflicht von Versickerungsanlagen zur Diskussion. Auch diesbezüglich bietet das ÖWAV-Regelblatt 45 für bestimmte Flächentypen und Versickerungssysteme mit dem Verweis, dass „keine mehr als geringfügige Einwirkung auf die Beschaffenheit des Grundwasser“ zu erwarten ist, entsprechende Hinweise.   

Im Detail wurde auch das kostenlos über die Homepage des ÖWAV beziehbare EXCEL-Bemessungsprogramm (Link) vorgestellt, welches die Grundlage für eine bundesweit einheitliche Berechnung von Versickerungsanlagen bildet und bereits über 5.200 Downloads verzeichnen kann.

Einen tiefen Einblick in die Anwendung des ÖWAV-Regelblattes und in das Bemessungsprogramm gewährten auch Anwender und Planer, die ihre Praxiserfahrungen präsentierten und zur Diskussion stellten. So konnten auch kritische Anmerkungen aufgenommen werden und im Zuge etwaiger Überarbeitungen und Verbesserungen dieser Hilfestellungen Berücksichtigung finden.

Weiters wurde auf die zzt. laufende Überarbeitung des ÖWAV-Regelblattes 35 „Oberflächenentwässerung durch Einleiten in den Vorfluter“ verwiesen, welches noch im Jahr 2018 zur öffentlichen Stellungnahme versandt wird.

Impressionen der Veranstaltung

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