26.09.19
Seminar „Makro- Mikroplastik“ in Wien
Die Inhalte des ÖWAV/BOKU-Kooperationsseminar am 17. September 2019 begeisterten mehr als 100 TeilnehmerInnen, die sich im Hörsaal XXI der Universität für Bodenkultur Wien zum Thema „Vom Makro- zum Mikro-Kunststoff“ fortbilden konnten. Das Seminar informierte über die derzeit bekannten Eintragsquellen von Makro- und Mikrokunststoffabfällen die in die Umwelt gelangen. Außerdem wurde über die geplanten legistischen Maßnahmen zur Reduktion der Makro- und Mikrokunststoffeinträge in die Umwelt berichtet.

Am Nachmittag wurden die analytischen Ansätze zur Detektion, Monitoring und zur Risikoabschätzung von Mikrokunststoffpartikeln beleuchtet und zur Diskussion gestellt. Zudem wurde der Unterschied zwischen primärem Mikroplastik Typ-A, also Bestandteile eines Produkts (z.B. Peelingmittel) und dem Typ-B Mikroplastik, das während der Nutzungsphase beabsichtigt emittiert (z.B. Reifenabrieb) wird, aufgezeigt. Als sekundäres Mikroplastik wird das unbeabsichtigte Emittieren und durch Fragmentierung von makroskopischen Kunststoffen eines Produktes in die Umwelt verstanden. 

Das Seminar schaffte es einen breiten Bogen über das interessante Thema Mikroplastik zu spannen und informierte die TeilnehmerInnen über den Stand der Technik. Konkrete Antworten zur Gefahr für Mensch und Umwelt konnten aber noch keine gegeben werden, da die Forschung noch am Anfang steht. Einigkeit herrschte aber darüber, dass diesem Thema weiterhin - auch aus abfallwirtschaftlicher Sicht - große Bedeutung zukommen muss, um weitere Einträge von Kunststoffabfällen in die Umwelt zu vermeiden.

Impressionen der Veranstaltung
(Fotos: ÖWAV)

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